Zuhörer

Die drei Veranstalter-Lügen: Ihr habt gut gespielt, Geld ist unterwegs, ruft mich nicht an, ich rufe euch an!


Was ist der Unterschied zwischen einem Kritiker und einem Eunuchen?
Da gibt's keinen. Beide wissen genau, wie man es machen muß, könnens aber nicht.


Mitten im Sinfoniekonzert ruft vorne aus der ersten Reihe ein Mann lauthals: "Ist hier ein Arzt im Saal?" Eisernes Schweigen, alle, Musiker wie Zuhörer, versuchen sich wieder auf die Musik zu konzentrieren. Etwas später wieder das gleiche: "Ist hier ein Arzt im Saal?" Im Saal beginnt ein unruhiges Gemurmel, der Dirigent vergißt schon einen Einsatz, dirigiert aber eisern weiter. Noch einmal: "Ist hier ein Arzt im Saal?" Der Dirigent bricht ab, während sich in der letzten Reihe jemand erhebt: "Ja, ich bin Arzt. Was ist denn?" "Ist das nicht ein herrliches Konzert, Herr Kollege!"


König Friedrich August (Sachsen) lässt sich die Mitglieder des Leipziger Opernchores vorstellen.Er deutet auf einen Musiker und fragt den Dirigenten: "Was hadd´n der Mann fier n Inschdrumend ?""Englischhorn, Majesdäd." Wendet sich August an den Musiker: "How do you do?"


Der Oberbürgermeister hatte Konzertkarten für Schuberts "Unvollendete Symphonie" bekommen. Er war verhindert und gab die Karten an die Sachbearbeiterin für Organisationsfragen weiter. Am nächsten Tag nun fragte der Oberbürgermeister die Mitarbeiterin, wie ihr das Konzert gefallen habe. Statt zu antworten, überreichte im die Organisationsexpertin ein Memorandum, in dem es hieß:
a) Für einen beträchtlichen Zeitraum hatten die vier Oboe-Spieler nichts zu tun. Ihr Part sollte deshalb reduziert werden. Dadurch würden auf jeden Fall gewisse Arbeitszusammenballungen eliminiert.
b) Alle zwölf Geiger spielten die gleichen Noten. Das ist unnötige Doppelarbeit. Die Mitgliederzahl dieser Gruppe sollte drastisch gekürzt werden. Falls wirklich ein großes Klangvolumen erforderlich ist, lässt sich dieses durch den Einsatz elektronischer Verstärker erzielen.
c) Erhebliche Arbeitskraft kostete auch das Spielen von Zweiunddreißigstel-Noten. Das ist eine unnötige Verfeinerung. Es wird deshalb empfohlen, alle Noten auf- bzw. abzurunden. Würde man diesem Vorschlag folgen, wäre es möglich, auch Volontäre und weniger qualifizierte Hilfskräfte einzusetzen.
d) Unnütz ist schließlich, daß die Hörner genau jede Passagen wiederholen, die bereits von den Saiteninstrumenten gespielt wurden. Würden alle in diesem Sinne überflüssigen Passagen gestrichen, könnte das Konzert von 25 Minuten auf etwa vier Minuten verkürzt werden. Hätte Schubert sich an diese Erkenntnis gehalten, wäre er wahrscheinlich in der Lage gewesen, seine Symphonie zu vollenden.


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