Wiko 06 - Rheintalische Volkszeitung

Klassiker mit der Musikgesellschaft Montlingen-Eichenwies

MAX PFLÜGER

Zu einem bunten Konzert mit bekannten Klassikern lud die Musikgesellschaft Montlingen-Eichenwies unter der Leitung von Hansruedi Ulmann am Samstagabend in die Berglihalle ein. Das Publikum kam, füllte die grosse Halle bis auf den letzten Platz und geizte nicht mit begeistertem Applaus.
Die Musikantinnen und Musikanten ehrten am Konzertabend auch drei verdiente Vereinsmitglieder. Für 15 Jahre Vereinsmitgliedschaft wurden Pierre Breitenmoser und Christian Zeller zu Ehrenmitgliedern ernannt. Pierre Breitenmoser diente dem Verein unter anderem als Obmann der Jugendmusik, Christian Zeller ist aktiver Vereinspräsident. Für zwanzigjährige Vereinstreue erhielt Silvan Gächter ein Präsent.

Applaus für das Publikum
Für einmal eröffnete die Musikgesellschaft ihr Jahreskonzert mit einem Applaus. Damit bedankten sich die Bläserinnen und Bläser herzlich bei ihrem Publikum für das immer wieder erlebte Wohlwollen, für die grosszügige Unterstützung und für das zahlreiche Erscheinen in der Berglihalle. Dieser Liebeserklärung der Montlinger Dorfmusik an ihre Fans folgte ein erster Reigen mit bekannten und beliebten Melodien.
Aus einer Krimi-Serie der Sechzigerjahre erklang „Hawaii Five-0“. Dann folgte mit „The British Invasion“ ein Medley mit Hits aus dem gleichen Jahrzehnt. Bei Melodien wie ”You Really Got Me”, “For Your Love” oder “Michelle” erinnerten sich ältere Semester an ihre Jugendzeit. Auch Jüngeren noch bestens bekannt ist der Beatles-Song „Ob-la-di, ob-la-da“ von John Lennon und Paul McCartney. In diesem kraftvollen Arrangement von Naohiro Iwai gefiel vor allem das klangvoll geblasene Solo des Klarinettenregisters im Mittelteil. Den Abschluss des ersten Teils machte der rassige „Fliegermarsch“.

Frische Nachwuchsmusikanten
Frisch und munter präsentierte sich die Jugendmusik, die seit Frühjahr 2003 ebenfalls unter der Leitung von Hansruedi Ulmann steht. Angesagt wurden die aufgeführten Stücke von den beiden Jungmusikanten Tiemo Kühnis und Manuel Lüchinger. Die beiden Dreikäsehoch machten ihre Sache hervorragend und begeisterten mit ihrem frech-fröhlichen Auftritt. Sie stellten damit manchen professionellen Conférencier mit zweideutigen Witzen in den Schatten.
Ebenfalls eine erwähnenswerte Leistung erbrachte der junge Posaunist Cédric Bandel mit seinem hervorragenden Solo in der Zugabe „Rock for Beginners“. Der tosende Applaus, den er auf offener Szene erhielt, war wohl verdient.

Begeisterung für die Special Guests

Den dritten Konzertteil eröffnete die Musikgesellschaft mit dem bekannten Bolero von Maurice Ravel. Instrument um Instrument kam auf die Bühne, nahm seinen Platz ein und fügte sich ins allmählich wachsende Werk ein, bis zum Schluss ein dynamisch schön gesteigertes Klanggebäude dastand, das abrupt schloss.
Dann folgte der Auftritt der als Überraschung angesagten Special Guests. Das Publikum genoss das temperamentvolle Schautrommeln der Lüchinger Tambouren. Besonders „Free Style“ erhielt riesigen Applaus und musste als Zugabe wiederholt werden. Mit diesem modernen Tambouren- und Perkussionsstück hatten sich die Lüchiger letztes Jahr in Wil am ostschweizerischen Tambourenfest den Tagessieg geholt.
Nach einem musikalischen Abstecher ins das Jahr 1969 spielte die Musikgesellschaft ein Medley mit volkstümlicher Musik des Tschechen Jaromir Vejvoda, darunter den Evergreen und Ohrwurm „Rosamunde“. Das kam natürlich an und eine Stimme aus dem Publikum meinte: „Da isch doch no Musig!“ Schliesslich schloss das Konzert mit verschiedenen witzigen Varianten des Schubertlieds „Am Brunnen vor dem Tore“. Zu den Klängen im Stile von James Last und Glenn Miller, in Swing und Rock fehlte eigentlich nur die Mona Lisa, als Dekoration gemalt von Salvator Dali oder Hans Krüsi. Nach einem tosenden Schlussapplaus verabschiedete sich die Musikgesellschaft noch einmal begleitet von den Lüchinger Tambouren mit zwei schmissigen Märschen als Zugabe von seinem begeisterten Publikum.





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